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Genossenschaftliches Wohnen seit 1902

Wohnungsbau-Verein Neukölln eG
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Areale für Wild- und Honigbienen

In unseren Wohnanlagen wurden an unterschiedlichen Standorten Areale für Wild- und Honigbienen angelegt.
Das größte Areal befindet sich im Hofbereich der Wohnanlage 15. Hier führt ein Lehrpfad mit Hinweistafeln durch die unterschiedlichen Stationen.
Auf den folgenden Seiten erfahren Sie mehr über unsere Motivation für dieses Engagement, die Lage der Standorte und die Herangehensweise zur Umsetzung.

 

Motivation und Konzept

Wohnungsgenossenschaft und Insektenschutz – passt das überhaupt zusammen?

Wir, die Wohnungsbau-Verein Neukölln eG (wbv), konnten diese Frage mit einem eindeutigen Ja beantworten. Die Klimaveränderungen und die damit einhergehenden Beeinträchtigungen für das Ökosystem sind allgegenwärtig spürbar. So haben auch wir uns diesen Themen gestellt und einen Aktionsplan entwickelt. Neben der Anschaffung von Elektroautos, Photovoltaikanlagen zur Stromgewinnung und vielen weiteren Maßnahmen stand auch der aktive Insektenschutz auf der Agenda.

In einem Gartenbereich der Steglitzer Wohnanlage an der Horst-Kohl-Straße entstand in dem Jahr 2019 als Pilotprojekt unser erstes „Wild- und Honigbienenareal“.
Nach den sehr positiven Rückmeldungen bauten wir unser Programm zum aktiven Insektenschutz beim wbv weiter aus. Aktuell wurden in folgenden Wohnanlagen (WA) Wild- und Honigbienenareale realisert:

In Steglitz:

  • Horst-Kohl-Straße 7, WA 15, etwa 80 m², inkl. drei Honigbienenvölker, davon eines in einer Klotzbeute
  • Altmarkstraße 23, WA 15, etwa 100 m²

In Neukölln:

  • Roseggerstraße 8, WA 4, etwa 100 m², inkl. 2 Honigbienenvölker
  • Sülzhayner Str. 28, WA 7, etwa 40 m²

In Pankow:

  • Neumannstraße 41, WA 8, etwa 150 m²

In Tempelhof:

  • Totilastraße 8a, WA 18, etwa 200 m²
  • Wolframstraße 67, WA 13, etwa 150 m²

In Lichtenrade:

  • Mellener Straße 2, WA 26, etwa 250 m²

In Mariendorf:

  • Marmaraweg 21, WA 24, etwa 300 m²

In Wilmersdorf:

  • Offenbacher Straße 18, WA 23 etwa 50 m²

In Zehlendorf:

  • Eiderstedter Weg 34, WA 38 etwa 350 m²
  • Ilsensteinweg 38, WA 11, etwa 100 m²

 

Die Areale unterscheiden sich und wurden angelegt als

  • Magerwiese mit angrenzendem Staudengarten und Trockenmauer,
  • Wildbienenhotel mit Nisthilfen aus Stroh, Hartholz, Lehm und Strangfalzziegeln,
  • Naturwiese mit angrenzend aufgestapelten Baumstämmen und
  • mit Bienenboxen bzw. einer Klotzbeute für Honigbienen, die jeweils ein Volk beheimaten.

Alle Bereiche grenzen sich durch Feldsteine und Baumstämme deutlich sichtbar von der übrigen Gartenanlage ab. Die insektenfreundlichen Pflanzen wurden durch die Deutsche Wildtier Stiftung vorgeschlagen, haben einen überwiegend regionalen Bezug und benötigen im Gegensatz zu einer klassischen Rasenfläche weniger Wasser. Infotafeln erläutern die einzelnen Bereiche für große und kleine Besucher. „Da Wildbienen nicht stechen, können selbst Kinder die interessanten Tierchen, zum Beispiel bei dem Wildbienenhotel, auch ganz gefahrlos aus der Nähe beobachten“, erklärt der renommierte deutsche Wildbienenexperte Dr. Christian Schmid-Egger von der Deutschen Wildtier Stiftung, der zusammen mit dem Imker Leo van Osch vom Stadtbienen e. V. das Projekt fachlich begleitet. wbv-Vorstandsmitglied Uwe Springer setzt auf die Strahlkraft des Projektes: „In den Jahren 2022-23 werden wir 10 weitere insektenfreundliche Gartenareale in den Wohnanlagen unserer Genossenschaft realisieren.“

Die bauliche Umgestaltung der Gartenanlagen erfolgte durch die Firma Schnieber & Mehlitz, ein kompetentes Unternehmen für Garten- und Landschaftsbau mit jahrzehntelanger Erfahrung. Die Wildbienenhotels wurden von der LebensWerkGemeinschaft gebaut, einer Einrichtung der beruflichen und sozialen Rehabilitation für Menschen mit Behinderungen.

Teil unseres Konzeptes ist es ebenfalls, dass auch bei der Wiederherstellung von Grünanlagen nach größeren Baumaßnahmen (wie Fassadeninstandsetzungen) die Neuanpflanzungen im Sinne des Insektenschutzes gestaltet werden. So wurde zum Beispiel unser Grundstück im Eiderstedter Weg 34 (WA 38) in Zehlendorf auf einer Fläche von rund 350 m² umgestaltet.

Genossenschaft bedeutet für uns, der Wohnungsbau-Verein Neukölln eG, nicht nur die Erhaltung und Schaffung von sozialverträglichem Wohnraum. Im Rahmen unserer Möglichkeiten leisten wir auch einen aktiven Beitrag für den Insekten-und Umweltschutz.

Stand: Mai 2022; Scha

 

rbb-Beitrag zu dem Wild- und Honigbienenareal in der WA 15

Am 8. Mai 2021 um 21:45 Uhr lief dieser Beitrag bei der Nachrichtensendung rbb24.

Honigbienen in der Wohnanlage 4

Einlogieren der Honigbienen durch Imkerin Nadja Wrona am 25. Mai 2021.